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Ökumen. Friedensgebet

 

Wohin wir unseren Blick wenden – in vielen Ländern und Regionen herrscht Krieg. Während ich diesen Artikel verfasse, überfluten Flüchtlingsströme Europa und ergießen sich über Deutschland. Wir fühlen uns hilflos, sind ratlos. Direkte Hilfe tut not. Neben dem Zupacken können wir uns aber auch verbinden mit den vielen Friedensgebetsinitiativen, um der Gewalt und Aggression in der Welt einerseits und der Anforderung im eigenen Umfeld andererseits mit der Kraft des gemeinsamen Gebets zu begegnen. „Gebete ändern nicht die Welt. Aber Gebete ändern den Menschen und Menschen verändern die Welt.“ (Albert Schweitzer)

In Unterföhring in der Rafaelkirche läuten jeden Sonntag Abend die Friedens- und Gebetsglocke und rufen zum Friedensgebet um 19.00 Uhr, denn wir glauben fest daran, dass Gebet, Lesung, Stille und Gesang ihre Wirkung entfalten. Wir laden Sie ganz herzlich ein, Ihre Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit mitzubringen und unsere Gebete zu verstärken.

 

Gebet für den Frieden (Hl. Franz von Assisi)

Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,

dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;

dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde,
sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde,
sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde,
sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

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